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Warum Sie Ihrem Arzt vor einer Operation unbedingt von Ihrem Cannabiskonsum erzählen sollten

by CX
Cannabis Surgery

Der Einfluss von Cannabis auf Narkosemittel ist real – und wer schweigt, bringt sich unnötig in Gefahr.

Während Marihuana in den USA zunehmend gesellschaftlich akzeptiert und legal konsumiert wird, greifen immer mehr Menschen regelmäßig zu Cannabis – sei es aus medizinischen oder Freizeitgründen. Doch was harmlos klingt, kann auf dem Operationstisch zur echten Gefahr werden.

Anästhesistinnen und Anästhesisten – also jene Ärztinnen und Ärzte, die für Narkosen verantwortlich sind – schlagen Alarm. Denn wer regelmäßig Cannabis konsumiert, vor allem täglich, kann anders auf Narkosemittel reagieren. Die Folge: höhere Dosierungen sind nötig oder es kommt zu gefährlichen Nebenwirkungen, wenn der Konsum nicht im Vorfeld offengelegt wird.

Warum ist das so wichtig?

THC, der psychoaktive Wirkstoff in Cannabis, beeinflusst das zentrale Nervensystem – genau wie Narkosemittel. Wer regelmäßig konsumiert, entwickelt eine gewisse Toleranz, was bedeutet, dass Standarddosierungen womöglich nicht ausreichen. Ärztinnen und Ärzte berichten, dass sie bei solchen Patient*innen die Narkose deutlich anpassen müssen.

Kritisch wird es, wenn Betroffene ihren Cannabiskonsum verschweigen. Dann fehlen den Anästhesist*innen wichtige Informationen – und das kann im Ernstfall gefährlich werden.

„Wir müssen wissen, was im Körper unserer Patient*innen ist. Es geht nicht um Verurteilung – sondern um Sicherheit“, sagt Dr. Tarek Mezher, Anästhesist aus Michigan.

Unsichtbare Risiken auf dem OP-Tisch

Cannabis kann in Kombination mit anderen Medikamenten – etwa Blutdrucksenkern oder Antidepressiva – unvorhersehbare Effekte unter Narkose hervorrufen. Es erhöht den Puls, senkt aber gleichzeitig den Blutdruck – zwei Parameter, die bei Operationen entscheidend überwacht werden müssen.

Studien zeigen auch: Wer täglich Cannabis konsumiert, hat oft empfindlichere Atemwege – was die Intubation, also das Einführen eines Beatmungsschlauchs, erschweren kann. Wird der Konsum nicht im Vorfeld angegeben, fehlen dem medizinischen Team wichtige Informationen für den Ernstfall.

Was sollten Patient*innen tun?

Ganz einfach: ehrlich sein.

Chirurginnen und Narkoseärztinnen wollen keine Anzeige erstatten – sie wollen Leben schützen. Immer mehr Krankenhäuser nehmen den Cannabiskonsum inzwischen ganz offiziell in ihre Aufklärungsbögen auf.

Egal ob geraucht, als Edible oder per Vaporizer – wer Cannabis nutzt, sollte das offen sagen. Es kann im Zweifelsfall das Leben retten.

Wer mehr über die gesundheitlichen Auswirkungen von Cannabis erfahren möchte, sollte auch einen Blick auf diesen Beitrag zur medizinischen Verwendung von Marihuana bei chronischen Schmerzen werfen. Und: CBD-Kissenbezüge könnten laut einer neuen Studie sogar dem Pflegepersonal beim Schlaf helfen. Die Forschung zeigt: Die Rolle von Cannabis in Medizin und Alltag ist komplex – und vielversprechender, als viele bislang dachten.

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