Facebook lockert Regeln zur Meinungsfreiheit – doch Cannabis bleibt zensiert

Trotz Metas neuer Richtlinien bleibt der Umgang mit Cannabis-Inhalten restriktiv

Meta hat kürzlich umfassende Änderungen an seinen Moderationsrichtlinien angekündigt, um die Meinungsfreiheit auf seinen Plattformen zu stärken. Doch eine kontroverse Einschränkung bleibt bestehen: Inhalte zum Thema Cannabis werden auf Facebook und Instagram weiterhin blockiert.

Obwohl Facebook-Gründer Mark Zuckerberg angekündigt hat, Zensur bei politischen Themen wie Einwanderung und Geschlechtsidentität zu lockern, bleiben Begriffe wie „Marihuana“ oder „Cannabis“ in der Suche gesperrt. Statt relevanter Ergebnisse erhalten Nutzer einen Hinweis, der sie dazu auffordert, den „Verkauf von Drogen“ zu melden.

Zu den weiteren Änderungen gehört der Verzicht auf externe Faktenchecks zugunsten eines Community-gesteuerten Moderationsmodells, mit dem Meta unnötige Inhaltslöschungen reduzieren will.

„Wir erlauben mehr Meinungsäußerung, indem wir Einschränkungen für bestimmte Themen aufheben, die Teil des öffentlichen Diskurses sind“, erklärte das Unternehmen und betonte, dass der Fokus auf „illegalen und schwerwiegenden Verstößen“ liegen werde.

Für viele Cannabis-Befürworter—darunter Patienten, Content Creator, Medien und sogar staatliche Institutionen—bleibt die Plattform jedoch ein problematisches Terrain. Selbst bei der Suche nach offiziellen Stellen wie der Massachusetts Cannabis Control Commission oder der Marijuana Policy Project werden keine Ergebnisse angezeigt.

Während viele Plattformen den Verkauf von Drogen regulieren oder Altersbeschränkungen für bestimmte Inhalte verlangen, kritisieren Experten, dass Metas Filter oft auch Bildungs-, Gesundheits- und Advocacy-Inhalte über legales Cannabis blockieren. Trotz der neuen Ausrichtung auf mehr Meinungsfreiheit bleibt Cannabis eine auffällige Ausnahme in Metas Politik.

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