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CBD May Effectively Treat Common Vaginal Infections

CBD und Vaginalinfektionen: Was ein Laborversuch gegen das Vaginose-Bakterium zeigte

Die bakterielle Vaginose ist die häufigste Scheideninfektion bei Frauen im gebärfähigen Alter — und eine der frustrierendsten. Antibiotika drängen sie zurück, dann kommt sie wieder. In mehr als der Hälfte der Fälle tritt der Rückfall innerhalb von sechs Monaten ein. Verantwortlich ist ein unscheinbares Bakterium, Gardnerella vaginalis, das sich in der Schleimhaut unter einer Schutzschicht einnistet — einem Biofilm —, in der Medikamente es kaum erreichen. Genau dieses Bakterium hat eine Arbeitsgruppe der Hebräischen Universität Jerusalem mit Cannabidiol konfrontiert, kurz CBD, dem nicht berauschenden Bestandteil der Cannabispflanze.

Die Ergebnisse, im Februar 2025 in der Fachzeitschrift Antibiotics erschienen (Sionov et al., DOI 10.3390/antibiotics14020136), zeigen: Im Labor genügen sehr geringe CBD-Konzentrationen, um G. vaginalis abzutöten und seine Biofilme aufzulösen — auch bereits fertig gebildete. Das ist ein bemerkenswertes Signal. Eine Behandlung ist es nicht: Alles fand im Reagenzglas statt, an drei Stämmen, ohne Tierversuch und ohne Patientin. Im Folgenden steht, was die Studie tatsächlich belegt, was sie offenlässt und was sich dadurch in Deutschland ändert — oder eben nicht.

Das Wichtigste in einer Minute

Drei klinische Isolate von Gardnerella vaginalis wurden reinem Cannabidiol ausgesetzt. Bei 2,5 Mikrogramm pro Milliliter hörte das Bakterium auf zu wachsen; bei 5 und 10 µg/mL wuchs es nach dem Überimpfen gar nicht mehr an, was für eine abtötende und nicht bloß bremsende Wirkung spricht. Die Biofilmbildung verhinderte CBD schon ab 1,25 µg/mL, und bei reifen, drei Tage alten Biofilmen sanken Biomasse und Stoffwechselaktivität um 78 bis 90 Prozent. Der Mechanismus läuft über eine sofortige Störung der Bakterienmembran, ein Auslaufen der Zellenergie und die Bildung reaktiver Moleküle: Gab man Vitamin E hinzu, das solche Radikale abfängt, verschwand die Wirkung vollständig. Diese Konzentrationen liegen deutlich unter jenen, die in früheren Arbeiten desselben Labors menschliche Zellen schädigten. Die Studie ist aber rein in vitro, das schreiben die Autoren selbst, und eine Untersuchung an Frauen existiert nicht. Für Pilzinfektionen durch Candida, die häufig mit einer Vaginose verwechselt werden, stammen die Daten aus anderen Arbeiten — unter anderem von der Université Laval in Québec — und auch die sind präklinisch. In Deutschland darf kein CBD-Produkt als Mittel gegen eine Scheideninfektion angeboten, verkauft oder beworben werden.

Warum die bakterielle Vaginose so schwer behandelbar ist

Eine gesunde Scheidenflora wird von Laktobazillen beherrscht, Bakterien, die Milchsäure bilden und den pH-Wert niedrig halten, zwischen 3,5 und 4,5. Dieses saure Milieu hält Eindringlinge fern. Gehen die Laktobazillen zurück — durch Hormone, den Zyklus, bestimmte Medikamente oder schlicht durch Zufall —, steigt der pH-Wert, und anaerobe Bakterien vermehren sich. Unter den rund dreißig Arten, die mit einer Vaginose in Verbindung stehen, gilt G. vaginalis in der Studie als die häufigste und aggressivste. Sie besiedelt das Epithel, verdrängt die Laktobazillen und baut einen Biofilm auf, eine Art bakteriellen Mörtel, der sie vor Säure, vor Wasserstoffperoxid und vor Antibiotika schützt.

Die Standardbehandlung stützt sich auf zwei Antibiotika, Metronidazol und Clindamycin. Sie wirken, haben aber zwei von den Autoren dokumentierte Schwächen: Metronidazol bremst auch die Laktobazillen, was den Wiederaufbau einer schützenden Flora verzögert, und die Rückfallquote liegt nach sechs Monaten über 50 Prozent — wegen Resistenzen, wegen des Biofilms und wegen erneuter Ansteckung über den Partner. Eine unbehandelte Vaginose ist zudem nicht harmlos: Die gestörte Flora ist mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten, Fehlgeburten, Unterleibsentzündungen und für die Übertragung von HIV und humanen Papillomviren verbunden. Daher das Interesse an Molekülen, die anders ansetzen.

Was die Jerusalemer Gruppe gemessen hat

Die Forschenden arbeiteten mit drei klinischen Isolaten von G. vaginalis aus Vaginalabstrichen, die im mikrobiologischen Labor des Hadassah Medical Center lagerten und per Massenspektrometrie und PCR bestimmt wurden. Das Bakterium wächst langsam und braucht sauerstofffreie Bedingungen, was die Versuche erschwerte: Die üblichen Protokolle mussten angepasst werden, mit Kulturen in 10-Milliliter-Ansätzen und einer Aufkonzentrierung der Bakterien vor jeder Messung.

Das verwendete CBD war zu über 99 Prozent rein und in Ethanol gelöst, mit einer reinen Ethanolkontrolle, um auszuschließen, dass das Lösungsmittel etwas erklärt. Die minimale Hemmkonzentration — jene, die innerhalb von 24 Stunden jedes sichtbare Wachstum unterbindet — lag je nach Stamm zwischen 1,25 und 2,5 µg/mL. Der ATP-Gehalt, die Energiewährung der Zelle, war nach 24 Stunden um 85 bis 95 Prozent eingebrochen. Entscheidend war vor allem das Überimpfen: Behandelte Bakterien wurden auf Kochblutagar ausgestrichen und 48 Stunden bebrütet. Bei 5 und 10 µg/mL wuchs keiner der drei Stämme wieder an; bei 2,5 µg/mL blieben zwei von drei ohne Wachstum. Bei 1,25 µg/mL dagegen erholte sich das Bakterium. Anders gesagt: Zwischen 1,25 und 2,5 µg/mL bremst CBD, ab 5 µg/mL tötet es. Auch eine auf fünf Tage verlängerte Bebrütung zeigte bei der Hemmkonzentration und darüber kein erneutes Wachstum.

Die Durchflusszytometrie bestätigte das Bild: Die mit einem Fluoreszenzmarker gemessene Stoffwechselaktivität der Bakterien sank nach drei Stunden um 32 bis 56 Prozent, nach sechs Stunden um 30 bis 72 Prozent und nach 24 Stunden um 82 bis 95 Prozent, jeweils dosisabhängig zwischen 2,5 und 10 µg/mL. Unter dem hochauflösenden Elektronenmikroskop wirkten die behandelten Bakterien abgeflacht und geschrumpft, die Konturen verwischt, während die Kontrollen ihre gebogene Stäbchenform und ihre glatte Oberfläche behielten.

Der Biofilm als eigentliches Ziel

Das ist der klinisch wichtigste Teil der Arbeit, denn der Biofilm erklärt die Rückfälle. Getestet wurden zwei Situationen. In der ersten war CBD von Anfang an vorhanden: Es verhinderte die Biofilmbildung ab 1,25 µg/mL, also unterhalb der Konzentration, die das Wachstum stoppt — ein Hinweis auf eine spezifisch gegen den Biofilm gerichtete und nicht bloß antibakterielle Wirkung. In der zweiten wurden reife, drei Tage alte Biofilme drei Tage lang CBD ausgesetzt: Stoffwechselaktivität und Biomasse gingen bei 2,5 µg/mL um 78 bis 80 Prozent zurück, bei 5 und 10 µg/mL um 88 bis 90 Prozent. Schon acht Stunden Einwirkzeit genügten, um unter dem Mikroskop zu sehen, wie die meisten Bakterien im Biofilm ihre Struktur verloren.

Ein unerwartetes Detail: Die Genanalyse nach sechs Stunden Behandlung zeigte, dass die biofilmbezogenen Gene eher hoch- als herunterreguliert waren. Die Autoren schließen daraus, dass die Wirkung auf den Biofilm bei Hemmkonzentration und darüber vor allem am Absterben der Bakterien liegt und nicht an einer Blockade der Biofilm-Maschinerie selbst. Sie halten außerdem fest, dass die behandelten Bakterien weiterhin an kultivierten Gebärmutterhalszellen haften und von Makrophagen aufgenommen werden konnten — eher eine gute Nachricht, denn das Immunsystem könnte weiter aufräumen.

Wie CBD dabei vorgeht

Cannabidiol verhält sich nicht wie ein klassisches Antibiotikum, das die Membran durchlöchert. Propidiumiodid, ein Farbstoff, der nur in Zellen mit beschädigter Hülle eindringt, wurde nicht aufgenommen. Dafür genügten zehn Minuten, um eine Hyperpolarisation der Membran auszulösen, also eine abrupte Störung des Ladungsunterschieds zwischen Innen und Außen. Dieser Ladungsunterschied ist die Batterie, die die ATP-Produktion antreibt; stört man ihn, ist der Strom weg. Anschließend trat ATP nach außen aus, zeit- und dosisabhängig, während der interne Vorrat zusammenbrach.

Das zweite Puzzleteil ist paradox. CBD wirkte als Antioxidans und senkte die reaktiven Sauerstoffspezies im Bakterium bei 10 µg/mL um 70 Prozent. Antioxidantien können beim Neutralisieren solcher Moleküle allerdings selbst Radikale erzeugen. Die Forschenden gaben deshalb Alpha-Tocopherol hinzu, also Vitamin E, das freie Radikale abfängt: Die antibakterielle Wirkung verschwand, die Bakterien überlebten. Was G. vaginalis tötet, ist demnach nicht das CBD allein, sondern wahrscheinlich ein reaktives Produkt aus seiner Begegnung mit Sauerstoff. Die Proteinanalyse ergab schließlich einen zwei- bis dreifachen Rückgang von sechs ribosomalen Proteinen — den Bauteilen der zelleigenen Proteinfabrik — unter 386 nachgewiesenen Proteinen sowie einen Anstieg der Cysteinsynthase, vermutlich ein Versuch des Bakteriums, sein Redox-Gleichgewicht wiederherzustellen. Einen verwandten Wirkmechanismus, der eher entwaffnet als zerstört, hat dasselbe Labor in seiner Arbeit zu Listeria monocytogenes beschrieben.

Und was ist mit Pilzinfektionen durch Candida?

Hier ist eine Klarstellung nötig, denn die frühere Fassung dieses Artikels hat zwei Dinge vermischt. Die Jerusalemer Studie von 2025 befasst sich ausschließlich mit Gardnerella vaginalis, dem Bakterium der Vaginose. Sie enthält kein einziges Experiment zu Candida albicans, dem Hefepilz hinter den meisten Scheidenpilzinfektionen. Die Beschwerden ähneln sich, aber es sind andere Erreger, andere Behandlungen und andere Belege.

Zu Candida stammen die Daten von anderswo. Dieselbe israelische Gruppe hatte 2021 in Microorganisms gezeigt, dass CBD die Bildung von C.-albicans-Biofilmen hemmt und bestehende auflöst, und zwar unterhalb der Konzentrationen, die den Pilz abtöten: Es verändert den Aufbau des Biofilms und bremst den Übergang in die fadenförmige, aggressivere Wuchsform. Jünger ist eine Arbeit der zahnmedizinischen Fakultät der Université Laval in Québec, Ende 2024 im Canadian Journal of Microbiology erschienen (Bahraminia et al., DOI 10.1139/cjm-2024-0034): CBD in 20 µg/mL senkte die Hefekonzentration nach einer Einwirkung von 5,1 Millionen auf 1,8 Millionen Zellen pro Milliliter und nach der zweiten auf 1,1 Millionen; der Übergang von der Hefe- zur Hyphenform fiel von 20 auf 2 Prozent. Die Mitteilung der Universität nennt vorsichtig Mundsoor und bestimmte Scheideninfektionen als mögliche künftige Ziele. Auch hier: alles in der Kultur. Der rote Faden all dieser Arbeiten ist der Biofilm — weshalb CBD auch in der Parodontologie immer wieder als Kandidat auftaucht, mit denselben Vorbehalten zur Größenordnung.

Die Grenzen, von den Autoren selbst benannt

Der ehrlichste Absatz der Arbeit ist ihr letzter Satz: Die Einschränkung dieser Untersuchung sei, dass es sich um eine In-vitro-Studie handele, und die nächsten Schritte müssten Wirksamkeit und Giftigkeit im Tierversuch klären, bevor überhaupt an Versuche am Menschen zu denken sei. Dazu kommt, was in der Studie gar nicht vorkommt. Drei Isolate sind wenig für eine so variable Art. Die Laktobazillen wurden nicht direkt getestet: Die Aussage, CBD schone sie, stützt sich auf frühere Arbeiten an Mäusen und mit einem Pflanzenextrakt gegen Staphylokokken, nicht auf eine hier vorgenommene Messung. Die Hemmkonzentration hing von der Bakteriendichte ab — sie verdoppelte sich, wenn man die Bakterienmenge verdoppelte —, weshalb die Autoren eher an einen Einsatz gegen Restkeime und zur Rückfallvorbeugung denken als gegen eine blühende Infektion; das ist eine Vermutung, kein Ergebnis. Und ein Nährmedium ist keine Scheide: pH-Wert, Schleim, Hormone, Mischflora, all das fehlt.

Es gibt ein Argument für eine Fortsetzung. Die wirksamen Konzentrationen von 2,5 bis 10 µg/mL liegen weit unter jenen, die in früheren Arbeiten des Labors Epithelzellen schädigten, was theoretisch einen Spielraum lässt. Und eine örtliche Anwendung würde den Übertritt ins Blut begrenzen, da CBD in der Leber rasch abgebaut wird. Aber theoretisch ist hier das entscheidende Wort. Kein Produkt, keine Rezeptur und keine Dosis wurde je an einem Menschen geprüft.

Was sich in Deutschland ändert: vorerst nichts

Für eine deutsche Leserin sind drei Ebenen zu trennen. Die erste ist die arzneimittelrechtliche: Genau ein CBD-Medikament ist zugelassen, Epidyolex, und zwar für Anfälle beim Lennox-Gastaut-Syndrom, beim Dravet-Syndrom und bei tuberöser Sklerose, verschreibungspflichtig und mit enger ärztlicher Begleitung. Für eine gynäkologische Infektion ist kein CBD-Arzneimittel zugelassen, und nichts in dieser Studie begründet eine solche Forderung.

Die zweite Ebene ist Medizinalcannabis. Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis zu medizinischen Zwecken im Medizinal-Cannabisgesetz geregelt und kein Betäubungsmittel mehr; verschrieben wird nach ärztlicher Einschätzung, in der Praxis vor allem bei chronischen Schmerzen, Spastik, Appetitverlust und Übelkeit unter Chemotherapie. Scheideninfektionen gehören nicht dazu, und es gibt keine klinische Grundlage dafür. Parallel regelt das Konsumcannabisgesetz den privaten Umgang mit THC-haltigem Cannabis — mit CBD-Produkten hat das nichts zu tun.

Die dritte Ebene ist der Verbrauchermarkt, und sie ist die unübersichtlichste. CBD als solches fällt nicht unter das Betäubungsmittelrecht, doch als Lebensmittel gilt es in der EU als neuartig und ist bis heute nicht zugelassen: Öle, Tropfen und Kapseln zum Einnehmen sind damit nicht verkehrsfähig, worauf das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit seit Jahren hinweist. Kosmetik mit CBD ist zulässig — unter einer Bedingung, die hier alles entscheidet: keine Heilaussagen. Ein Gel, eine Creme oder ein Ovulum, das als wirksam gegen Vaginose oder Scheidenpilz beworben wird, wäre nach dem Heilmittelwerbegesetz unzulässige Werbung und zugleich ein nicht zugelassenes Arzneimittel. Hinzu kommt ein grundsätzliches Problem: Die Hälfte der in Europa untersuchten CBD-Öle enthielt nicht den angegebenen Gehalt, womit jede Vorstellung von einer Dosis aus einem Handelsprodukt hinfällig wird. Wer das Gesamtbild aus Wirkung, Dosierung und Rechtslage sucht, findet es in unserem wissenschaftlichen CBD-Leitfaden, der bei jeder Änderung aktualisiert wird.

Was diese Studie liefert, ist ein klarer Mechanismus und ein sauberes präklinisches Signal gegen ein schwieriges Bakterium. Was sie nicht liefert, ist ein Grund zu handeln. Eine Vaginose oder ein Scheidenpilz, der nicht abklingt, gehört in die Hand einer Ärztin oder eines Arztes — mit Abstrich und mit einer Behandlung, deren Wirksamkeit belegt ist.

Häufige Fragen

Heilt CBD eine bakterielle Vaginose?

Nein, dafür gibt es keinen Beleg. Eine Studie von 2025 hat gezeigt, dass CBD im Labor Gardnerella vaginalis abtötet und dessen Biofilme zerstört, bei 2,5 bis 10 µg/mL. Weder eine Tierstudie noch eine Untersuchung an Frauen wurde veröffentlicht. Die Autoren selbst bezeichnen ihre Arbeit als Ausgangspunkt.

Gilt die Studie auch für Scheidenpilz?

Nein. Die Jerusalemer Studie befasst sich nur mit dem Bakterium der Vaginose. Die Daten zu Candida albicans, dem Erreger der Pilzinfektionen, stammen aus anderen Arbeiten, unter anderem einer Studie desselben Labors von 2021 und einer Studie der Université Laval in Québec von 2024, beide in Zellkultur.

Darf man in Deutschland ein CBD-Produkt gegen eine Scheideninfektion kaufen?

Nein. Für diese Anwendung ist kein CBD-Arzneimittel zugelassen, und ein Kosmetikprodukt mit CBD darf keine Heilaussage tragen; wer eine solche Aussage trifft, macht daraus ein nicht zugelassenes Arzneimittel und verstößt zugleich gegen das Heilmittelwerbegesetz. CBD-Produkte zum Einnehmen sind in der EU als neuartige Lebensmittel bis heute nicht zugelassen. Medizinalcannabis wird ärztlich verordnet, deckt aber keine gynäkologischen Infektionen ab.

Warum machen Biofilme die Vaginose so schwer behandelbar?

Der Biofilm ist eine Schutzschicht, die Bakterien auf der Schleimhaut um sich herum aufbauen. Sie schirmt sie gegen Milchsäure, gegen das von Laktobazillen gebildete Wasserstoffperoxid und gegen Antibiotika ab. Das ist einer der Gründe, warum mehr als jede zweite Vaginose innerhalb von sechs Monaten nach einer Standardbehandlung zurückkehrt — und warum die Fähigkeit von CBD, auf bereits gebildete Biofilme zu wirken, das meistbeachtete Ergebnis der Studie ist.

Hinweis

Dieser Artikel gibt Forschungsergebnisse aus begutachteten Fachzeitschriften wieder. Er verfolgt keinen medizinischen Zweck und stellt weder eine ärztliche Auskunft noch eine Empfehlung oder eine Aufforderung dar, Cannabidiol oder ein anderes Cannabisderivat zur Vorbeugung oder Behandlung einer Infektion zu verwenden. Die beschriebenen Daten stammen aus In-vitro-Versuchen und wurden beim Menschen nicht bestätigt. Scheideninfektionen gehören in ärztliche Behandlung. Die rechtliche Einordnung von CBD-Produkten hat sich in Deutschland und in der EU mehrfach geändert und kann sich weiter ändern; es liegt bei jeder Leserin und jedem Leser, die jeweils geltenden Regeln einzuhalten.

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